Bericht - 17. Spieltag | Kfr. Obernburg v.s R 09 Wölfersheim
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- vor 4 Tagen
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Negativtrend setzt sich in Obernburg fort
Obernburg ist und bleibt nicht das Pflaster der R 09 Wölfersheim. Nachdem man das letzte Spiel – Relegation zum Aufstieg in die Bundesliga – in Obernburg verloren hatte, musste man sich nun auch in der Liga auf neuen Bahnen dem Gastgeber geschlagen geben. Einziger Lichtblick war der wiedererstarkte Patrick Lüftner.
Nach dem desolaten Ergebnis am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse mit sehr mageren 3300 Kegel wollte man in Obernburg wieder zählbares vorweisen. Die Ergebnisse aus den anderen Ligaspielen in den Salztrögstuben ließen auf ein schönes Spiel mit guten Ergebnissen hoffen.

Beim Spiel über 6 Bahnen, was so manch einem Wölfersheimer Kegler, bisher noch nie gefallen geschweige denn gut getan hat, schickte man Neuzugang Andreas Weigand, der sein Debut in der der ersten Mannschaft feiern durfte, zusammen mit Patrick Lüftner und Frank Lachmann auf die Bahn.
Andreas zeigt in bei seinem ersten Auftritt in der Hessenliga nach fast einem Jahrzehnt der Abwesenheit ein sehr ordentliches Spiel, in dem aber an einigen Stellen die Nervosität zu erkennen war. Leider war für ihn an diesem Tag gegen Raphael Spalding nichts zu holen, da dieser über sich hinaus wuchs und das Duell deutlich mit 4:0 und dem Tagesbestwert der Heimmannschaft von 641:562 für sich entscheiden konnte.
Bei Patrick Lüftner hatte man auf der ersten Bahn die Sorge, dass er nahtlos an die schwache Form aus Wohnbach anknüpfen würde, da er mit 128 Kegel weit unter seinem Niveau agiert. Doch mit dem Wechsel in das Abräumen auf der zweite Bahn konnte er den Schalter umlegen und zeigte fortan wieder seine gewohnte, sehr sichere und starke Leistung. Mit hervorragenden 517 Kegel auf den folgenden drei Bahnen ließ er seinem Gegner Steffen Matheis am Ende keine Chance. Patrick sicherte mit einem 3:1 und 645:596 Kegel den ersten Mannschaftspunkt für seine Farben.
Frank Lachman, als dritter im Bunde konnte zu Beginn eigentlich gut mit seinem Kontrahenten Marco Matheis mithalten. Durch zwei Bahndefekte und erhebliche Standpausen durch verknotete oder „weggeschossene“ Kegel musste er am Ende der zweiten Bahn wegen einer erneut aufgebrochenen Verletzung durch Tobias Wolf ersetzt werden. Tobias machte seine Sache als Einwechselspieler ordentlich konnte aber gegen Marco, der auf der zweiten Hälfte nochmal aufdrehte nicht dranbleiben. Somit ging der nächste Mannschaftspunkt mit 3:1 und 601:549 Kegel an Obernburg.
Mit einem Rückstand von knapp 90 Kegel sollten nun Dirk Bonarius, Daniel Rödl und Hendrik Lüftner die Wende einläuten.
Trotz eines hervorragenden Starts von Dirk mit 329 Kegel zur Hälfte, stand es in Punkten nur 1:1 mit einem minimalen Vorsprung auf Thomas Haas. Auf den letzten beiden Bahnen entwickelte sich ein spannendes Duell, was Dirk vermutlich etwas Holz kostete. Doch durch einen Spurt auf der Zielgerade konnte er es dann letztendlich für sich entscheiden. Trotz geteilter Satzpunkte ging der Mannschaftspunkt dank des besseren Ergebnisses von 619:589 an die Wölfersheimer Kegler.
Ähnlich spannend, aber einen ganz anderen Verlauf hatte das Spiel zwischen Daniel Rödl und Steffen Elbert. Nachdem es nach den ersten beiden Bahnen bereits 2:0 für Daniel stand und dieser einen Vorsprung von 30 Kegel herausgespielt hatte, trumpfte sein Gegner auf, während Daniel etwas den Faden verlor.
Dank eines guten Spiels in die Vollen konnte er den Sieg jedoch ins Ziel retten – da auch hier der Punkt trotz geteilter Satzpunkte durch das bessere Ergebnis von 595:583 an Wölfersheim ging.
Im dritten Duell musste sich Hendrik Lüftner Georg Zenglein stellen. Obwohl Hendrik im Laufe des Durchgangs immer an seinem Kontrahenten dran war, konnte er in den entscheidenden Momenten nicht die richtigen Akzente setzen und verlor die ersten drei Bahnen allesamt. Trotzdem ließ Hendrik sich davon nicht beeindrucken und zeigte zum Abschluss nochmal sein Können und kam trotz des 1:3 in den Satzpunkten mit 581:589 nochmal ganz dicht an seinen Gegner heran.

Am Ende bleibt die Ernüchterung, dass man an die Leistungen der Top 4 Hessenliga-Mannschaften in Obernburg nicht herankam und ein Großteil der Wölfersheimer nicht die Leistungen abrufen konnte, die man noch vor einigen Wochen oder zum Beginn der Saison zeigte.
Da man sich durch die Niederlage nun definitiv aus dem Kampf um den Platz an der Sonne verabschiedet hat, heißt es nun die Saison mit ordentlichen zu Ende bringen und den zweiten Platz in der großen und starken Hessenliga zu verteidigen.
Diese Woche geht es vor heimischer Kulisse gegen die Freunde aus Heigenbrücken ans Werk, die durch den Heimsieg gegen Mörfelden einen Schritt näher an den Klassenerhalt gerückt sind.

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