Bericht - 12. Spieltag Hessenliga | R 09 Wölfersheim v.s Bf Damm
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Wölfersheim siegt im Spitzenspiel
Den Beginn der Rückrunde machte mit Bahnfrei Damm 1 der aktuell ungeschlagenen Liga-Primus, denen man sich in der Hinrunde in einem spannenden Spiel geschlagen geben musste. Auch diese Partie war wieder spannend bis zum Schluss, wobei Wölfersheim am Ende die Glücklicheren waren und die Punkte sichern konnten.
Nach dem Zittersieg am vergangenen Wochenende in Rothenbergen gegen die Freunde aus Bad Soden sollte am ersten Spieltag der Rückrunde kein geringerer Gegner auf die Truppe um Dirk Bonarius warten, als die punktverlustfreien Kegler von Bahnfrei Damm 1. Bereits im Vorfeld war allen Wölfersheimer klar, dass man in diesem Spiel alles geben musste, um Damm Paroli bieten zu können und aus der Erfahrung heraus wusste man auch, dass man sich gegen starke Gegner häufiger besser präsentieren kann.

Den Beginn auf heimischer Seite sollten in diesem Spiel Tobias Wolf und der noch leicht angeschlagene Frank Lachmann machen. Tobias Wolf erwischte einen guten Start in sein Duell gegen Patrick Lebert (591 Kegel). Obwohl er die ersten beiden Sätzen verlor, war er ganz dicht an seinem Gegner dran. Auf der dritten Bahn kippte das Momentum dann auf seine Seite, wo er den Kegel-Rückstand in einen Vorsprung umdrehen konnte. Nun musste er nur noch den letzten Satz gewinnen, um für die erste kleine Sensation zu sorgen. Doch leider lag ihm die letzte Bahn an diesem Tag gar nicht, sodass er Patrick Lebert ziehen lassen musste und am Ende dann doch etwas zu deutlich mit 562 Kegel das Nachsehen hatte.
Frank Lachmann an seiner Seite kam nach seiner Spielpause nicht so richtig in Schwung und konnte dennoch bis zur Hälfte mit seinem Gegner Lucas Frey (541 Kegel) mithalten, sodass man nach 60 Wurf pari war. Da seine Verletzung aber noch nicht voll ausgeheilt war, entschied man sich an dieser Stelle Lukas Geck einzuwechseln. Lukas entpuppte sich an dieser Stelle als wundersamer Joker, der zwei sehr guten Bahnen und 301 Kegel als Einwechselspieler auf den Kunststoff zauberte. Dies führte dazu, dass das Duo Frank & Lukas durch das bessere Ergebnis bei 2:2 Satzpunkten den ersten und später noch sehr wichtig werdenden Punkt, für Wölfersheim sicherte.
Mit einem kleinen Rückstand von lediglich 4 Kegel sollten die beiden Lüftner Brüder in der Mittelachse die Wende einläuten, doch leider sollte es an diesem Tag ganz anders kommen, als erhofft. Nachdem Patrick auf der ersten Bahn mit leicht angezogener Handbremse gespielt hatte und sich seinem Gegner Franz Tumulka (616 Kegel) knapp mit 2 Kegel geschlagen geben musste, kam er auf der zweiten Bahn wieder in sein gewohntes Spiel zurück und konnte mit 158 Kegel zur Halbzeit zu einem 303:303 ausgleichen. Im dritten Durchgang blieb es weiterhin eng und Patrick konnte diesen nur knapp für sich entschei-den. Eigentlich hätte es nun ein Leichtes sein können um den Sieg nach Hause zu fahren, doch Franz Tumulka blies nochmal ordentlich zum Angriff und zog durch eine fulminante 173 Schlussbahn an Patrick vorbei, der am Ende gegen den Tagesbesten der Gäste mit 598:616 Kegeln zurückblieb.
Sein Bruder Hendrik kämpfte auf der Nachbarbahn gegen Christoph Zöller (568 Kegel) einen ähnlich spannenden Kampf. Während Hendrik in Durchgang 1 das Nachsehen hatte, konnte er in Durchgang 2 wieder deutlich Kegel gut machen und an seinem Gegner zur Halbzeit vorbeiziehen. In der zweiten Spielhälfte kam Hendrik nicht so richtig in Fahrt und musste Durchgang 3 knapp und leider Durchgang 4 deutlich an seinen Kontrahenten abgeben, sodass er sich am Ende mit 1:3 und leichtem Kegelrückstand geschlagen geben musste.
Die Schlussachse aus den bekannten Gesichtern Daniel Rödl und Dirk Bonarius bekamen es mit der ebenfalls bekannten Schlussachse von Damm in Personalie von Patrick Fischer (565 Kegel) und Felix Kopp (595 Kegel) zu tun und sahen sich zu diesem Zeitpunkt einem ungewöhnlichem Rückstand von 1:3 und 32 Kegel gegenüber.
Dirk konnte an seine gewinnbringende Form aus Rothenbergen gefühlt nahtlos anknüpfen und schaffte es auf den ersten beiden Bahnen ein minimales Polster gegenüber Patrick aufzubauen. Etwas ausgeglichener war das Duell auf den Nachbarbahnen zwischen Daniel und Felix, wo es zwar zur Hälfte 1:1 stand, Felix aber durch eine gute zweite Bahn die Nase vorn hatte. Nach dem Wechsel allerdings zündeten beide Heimakteure den Nachbrenner, sodass Daniel nach weltklasse 118 in die Vollen am Ende auf 171 Kegel kam und sein Mitspieler Dirk nach „nur“ 102 in die Vollen noch mal 79 hervorragende Räumer folgen ließ. Mit dem Zwischenspurt von championsleaguereifen 352 Kegel war der Ausgang des Spieles wieder offen und ein Sieg wieder möglich. Doch wer die Spieler von Bahnfrei Damm kennt, wusste, dass diese auf den letzten Bahnen schon so manches Spiel in dieser Saison gedreht hatten. Während Dirk sein Spiel mit grandiosen 648 Kegel bei 4:0 Satzpunkten deutlich nach Hause brachte, hieß es im anderen Duell um den Sieg zittern. Das Unentschieden war nämlich schon sicher, doch der Sieg aufgrund zu weniger Mannschaftspunkte noch nicht. Daniel konnte im Abräumen leider nicht die entscheidenden Akzente setzen und hoffte so auf Schützenhilfe von Felix, die dann in den letzten drei Würfen kam. Nach dem verpassten abgeräumten Bild auf Seiten der Gäste kannte die Freude nach Ende des Spiels auf Wölfersheimer Seite kein Halten mehr über die gewonnen zwei Punkte und der Gewissheit Damm in der Tabelle endlich ein wenig näher gekommen zu sein.

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und Kampfgeist bei jedem Spieler bis zur letzten Kugel konnten man am Ende ein spannendes Spiel gewinnen, obwohl die Punkte durch die beiden Leistungsträger Hendrik und Patrick dieses Mal ausgeblieben sind. Nun heißt es in der Woche wieder neu fokussieren, da das kommende Spiel gegen die TuS Rüsselsheim erneut alles von den R09 Keglern abverlangen wird.






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