5. Spieltag - Hessenliga | Wölfersheim hat erneut das Nachsehen
In der Liga läuft es für die Kegler aus der Wetterau nicht rund und man verliert gegen die SKG Bad Soden-Salmünster nun das dritte Spiel in Folge.
Nach der ersten längeren (Herbst-)pause und der anstehenden Pokalrunde durften die Kegler aus Wölfersheim am vergangenen Wochenende auswärts bei den Sportfreunden aus Bad Soden wieder in den Liga-Alltag einsteigen. Aus der Vergangenheit war allen bereits bewusst, dass die Spiele gegen die SKG BSS gerne ihre eigene Dynamik entwickeln.
Den Anfang auf der Seite der Wetterauer machten Andreas Weigand gegen Daniel Klüber und Lars Schweitzer gegen Michael Klüber.
Wie bereits in den vergangen Spielen entwickelte sich zwischen Andreas und seinem Gegner wieder ein spannendes Duell. Nachdem der erste Satz durch einen Schluss-Neuner von Daniel mit einer Punkteteilung endetet, brachte ebenfalls ein Neuner zum Abschluss in Satz 2 den hauchdünnen Punktgewinn für Daniel. Doch wie bereits in den letzten Spielen kämpfte sich Andreas wieder an seinen Gegner heran und glich nach der dritten Bahn nach Punkte aus. Die Entscheidung fiel im letzten Satz, ließ aber bis zum Ende auf sich warten, wo sich Andreas mit einem Kegel am Ende durchsetze. Unterm Strich bedeutete dies einen knappen 2,5:1,5 Sieg mit 589:585 Kegel.
Im Parallelspiel zwischen Michael und Lars sah es zu Beginn nach einer klaren Angelegenheit aus. Nach den ersten beiden Bahnen, die Michael mit 170:147 und 165:150 deutlich für sich entscheiden konnte, zeigte Lars auf der zweiten Hälfte sein Können. Nach guten 153 Kegel im dritten Durchgang ließ er nochmal sehr gute 163 Kegel im Schlussdurchgang folgen, was ihm somit den zweiten Satzpunkt bescherte. Leider war die Hypothek aus der ersten Hälfte zu hoch, als dass er das Spiel drehen konnte. Am Ende musste sich Lars bei 2:2 Satzpunkten trotz gutem Gesamtergebnis knapp mit 613:618 Kegel geschlagen geben.
Mit geteilten Mannschaftspunkten und nahezu dem gleichen Zwischenergebnis gingen für die Wölferheimer Daniel Rödl gegen Stefan Stehle und der wieder genesene Dirk Bonarius gegen Rene Hagenbach auf die Bahn.
Leider ließ Daniel, wie auch in den letzten Spielen, seine Sicherheit und Gelassenheit missen. Nach einem verpatzten Start mit lediglich 36 geräumten Kegeln, konnte er sich den zweiten Durchgang ganz knapp sichern. Einziger Lichtblick war die dritte Bahn, die erst mit einem ordentlichen Ergebnis, allerdings ebenfalls nur knapp gegen den gut aufgelegten Stefan Stehle gewinnen konnte. Die Ernüchterung kam dann aber wieder im letzten Durchgang, wo er erneut den Faden verlor und weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Trotz geteilten Satzpunkten ging der Mannschaftpunkt klar an Bad Soden, da Daniel mit 564:596 deutlich unterlegen war.
An seiner Seite kam Dirk endlich mal wieder zum Einsatz und mit überragenden 178 Kegeln ließ er Rene nicht den Hauch einer Chance. Leider wurde Dirk aber wieder von seiner Verletzung ausgebremst und musste nach diesem überragenden Durchgang durch Tobias ersetzt werden. Ein mentaler Knick im Spiel der Wölfersheimer, der den Spielverlauf leider beeinflusste. Tobias kam nach seiner Einwechselung nicht so richtig in Schwung, sodass er den nächsten Durchgang leider mit deutlichem Abstand abgeben musste. Nach dem „Seitenwechsel“ lief es dann besser für ihn, sodass er den dritten Durchgang für sich entscheiden konnte. Mit einem leichten Vorsprung ging es in die letzten Kugeln. Leider konnte Rene an dieser Stelle die entscheidenden Kugeln spielen, sodass er sich bei 2:2 Satzpunkten durch das etwas bessere Ergebnis von 592:588 den Punkt sichern.
Für die Schlussachse bestehend aus Patrick Lüftner gegen Thomas Klüber und Frank Lachmann gegen Björn Bonarius hieß es nun die direkten Duelle zu gewinnen und dabei den Rückstand aus der Mittelpaarung wett zu machen.
Das Duell zwischen Frank Lachmann und Björn Bonarius war auf der ersten Hälfte sehr ausgeglichen. Nach dem Punkt für Frank auf Bahn 1, ging Bahn 2 an Björn. Die dritte Bahn sollte dann zu Franks Bahn werden, wo er durch gutes Spiel sein Ergebnis auf hervorragende 174 Kegel stellen konnte und Björn keine Angriffsfläche ließ. Dieses Ergebnis hatte den Kampfinstinkt bei Björn geweckt, der mit 156 auf der letzten Bahn zurückschlug. Da aber Frank mit 144 Kegel ein ordentliches Ergebnis spielte, konnte er im nun vierten ausgeglichenen Duell den ersten Punkte für die Wölfersheimer sichern.
Für Patrick Lüftner sah es in seinem Duell gegen Thomas Klüber am Anfang sehr gut aus, nachdem sich Patrick mit einem 155 Start den ersten Satzpunkt sichern konnte. Leider schaltete Thomas im folgenden einige Gänge höher und konnte sich den zweiten Satz knapp sichern. Auch auf die sehr guten 162 Kegel von Patrick auf Bahn 2 hatte er mit 172 die passende Antwort. Im letzten Durchgang war es dann ein Kopf-an-Kopf Duell, wo Thomas am Ende die Nase vorne hatte und sich mit 3:1 Punkten, trotz des schlechteren Ergebnisses von 610:618, den nächsten Mannschaftspunkt sicherte.
Am Ende steht für die Wölfersheimer Kegler eine zu deutliche 2:6 Niederlage im Spielbericht. Es war das im Vorfeld erwartete spannende und enge Spiel, wo man Seiten der Gäste nicht kaltschnäuzig genug gewesen ist um aus den engen Duellen mehr Punkte zu holen. Somit finden sich die Wölfersheimer Kegler nach 3 Niederlagen in Folge auf einem ungewohnten Tabellenplatz wieder.
Nun heißt es für einen Teil der Mannschaft zwei Gänge zurückschalten, der Druck ist erstmal raus. Man hat im Kampf um die Meisterschaft leider erstmal nur noch die Zuschauerrolle und muss nun als gute Hessenligamannschaft wieder den Spaß für sich auf der Bahn entdecken. Das wird auch gelingen, denn schließlich gibt es in dieser Saison bislang auch viel Positives zu vermerken.




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