3. Spieltag | SGWW v.s Olympia Mörfelden 2 | Bericht

Gegen den Topfavoriten Olympia Mörfelden war die 1. Mannschaft im Vorfeld durchaus gewillt die kleine Sensation zu schaffen und zumindest einen Punkt gegen die Bundesligaerprobten Spieler aus Mörfelden zu holen. Immerhin bietet die Umstellung auf das neue Punktesystem im 120-Wurf-Modus nun eine deutlich höhere Chance auf ein Unentschieden im Vergleich zum „alten“ 200-Wurf-Modus. Dies hatten unsere Spieler der 1. Mannschaft durchaus im Hinterkopf.


Zu Beginn schickten die Wölfersheimer Helge Lüftner und Nico Rödiger auf die Bahn. Der Plan war aus der Startachse möglichst einen Mannschaftspunkt zu holen. Helge erwischte einen guten Start, holte sich auf der ersten Bahn direkt seinen Satzpunkt, hatte am Ende jedoch mit 521 Holz und 1 zu 3 Satzpunkten gegen den Tagesbesten Gegenspieler (582) doch einen äußerst schweren Stand. Sodass es auf Nico ankam, der sein Duell tatsächlich bis (fast) zur letzten Kugel spannend gestalten konnte. Nachdem er sogar vor dem Letzten Durchgang mit 2 zu 1 Sätzen in Führung lag, gelang es seinem Gegenspieler mit den letzten Kugeln auf der 4. Bahn in Sätzen 2 zu 2 auszugleichen. Sind die Satzpunkte wie in diesem Fall nach 4 Durchgängen unentschieden verteilt, entscheidet das Gesamtholzergebnis der beiden Spieler. Hier hatte Nico leider mit 531 Holz das Nachsehen gegenüber seinem Kontrahenten, welcher 554 Holz erspielte.


Wir standen also nach dem Startpaar mit 0 Punkten da.


Bereits am Donnerstagabend bei der Mannschaftsaufstellung entschieden wir uns Druck auf Mörfelden ausüben zu wollen. Weshalb die Wölfersheimer in der Mittelpaarung Patrick Lüftner zusammen mit Dirk Bonarius auf die Bahn stellten. Die Erwartungen waren klar, 2 Mannschaftspunkte sollten her, um auf jeden Fall die Spannung bis zur Schlussachse aufrecht zu erhalten.


Patrick spielte solide, holte sich auf der ersten Bahn spektakulär durch einen bärenstarken „goldenen Wurf“ seinen Satzpunkt und hatte seinen Gegner ab diesem Zeitpunkt größtenteils im Griff, wodurch er sich am Ende mit 3 zu 1 Sätzen und Mannschaftsbesten 549 Holz den so wichtigen Mannschaftspunkt ergattern konnte.


An dieser Stelle des Berichts wäre es schön, wenn man nun schreiben könnte, dass Dirk durch einen starken Auftritt ebenso seinen Mannschaftspunkt erkämpfen und dem Schlussduo mächtig Aufwind mitgeben konnte. Nur war an diesem Tag leider das Gegenteil der Fall

Dirk konnte die Erwartungen zu keiner Zeit erfüllen. Schon seine erste Bahn wurde zur Enttäuschung, woraus sich bereits ein hoher Holzrückstand gegen seinen Gegenspieler ergab. Nun war klar, dass er die restlichen 3 Bahnen gewinnen musste um den begehrten Mannschaftspunkt zu holen. Auf der zweiten Bahn schaffte er es jetzt zumindest seinem Gegner Paroli zu bieten und tatsächlich konnte er in Sätzen 1 zu 1 ausgleichen. Wer jetzt allerdings dachte, die Wende in seinem Spiel war gelungen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Spätestens im Abräumen auf der dritten Bahn ging praktisch wieder nichts mehr und er musste seinen Gegner vorbeiziehen lassen. Mit 1 zu 2 Sätzen und außerdem noch einem hohen Holzrückstand waren die Chancen auf seinen Mannschaftspunkt praktisch schon vor der letzten Bahn bei null. Am Ende konnte er zwar noch in Sätzen auf 2 zu 2 ausgleichen, durch sein schwaches Holzergebnis von 509 Holz blieb ihm jedoch der Mannschaftspunkt verwehrt.


Dies machte es für die Wölfersheimer Schlussmänner Frank Lachmann und Frank Bonarius natürlich schwierig, denn gegen die bekanntermaßen starken Schlussspieler der Mörfeldener war zu erwarten, dass eine furiose Aufholjagd, die es nun gebraucht hätte, wohl nicht im Bereich des Möglichen sein wird


Und so sollte es auch kommen. Frank Bonarius startete auf seiner ersten Bahn zwar stark und holte sich den Satzpunkt. Richtig abschütteln konnte er seinen ebenfalls stark spielenden Gegner jedoch nicht.

Frank Lachmann hatte auf den ersten beiden Bahnen gegen seinen Gegner keine wirkliche Chance, wodurch das Spiel relativ schnell zugunsten der Mörfeldener entschieden war.


Am Ende konnte Frank Bonarius seinen anfangs erspielten Vorsprung nicht verteidigen, unterlag seinem Gegner mit 1 zu 3 Satzpunkten und 519 Holz.

Frank Lachmann kämpfte sich auf den letzten beiden Bahnen durch eine starke Schlussoffensive phasenweise sogar noch einmal an seinen übermächtigen Kontrahenten heran. Hatte mit 1 zu 3 Satzpunkten und 530 erzielten Kegeln jedoch auch das Nachsehen.


So stand am Ende ein ernüchterndes Ergebnis von 1 zu 7 Mannschaftspunkten, da das Gesamtergebnis mit 3159 auf Wölfersheimer Seite gegen 3342 der Mörfeldener natürlich bedeutete, dass auch die beiden Mannschaftspunkte, welche hierbei vergeben werden, auf des Gegner Seite landeten.


Nun heißt es Mund abputzen und weiter. Im Grunde ist nichts passiert, eine Niederlage war zu erwarten. Trotzdem bleibt der Beigeschmack, dass die Spieler der Wölfersheimer 1. Mannschaft sich momentan allesamt schwer tun auf den heimischen Bahnen.


Da kommz vielleicht die kleine Pause gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn der nächste Saisonspieltag steht für die SGWW-Elite erst in zwei Wochen wieder an. An diesem Wochenende müssen lediglich ein paar Auserwählte aufgrund des hessischen Pokals nach Mörfelden reisen. Ein perfektes Training für so manchen, der einfach wieder eine Auswärtsbahn braucht um seinen Rhythmus zu finden.


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